Patagonien komplett

3500 Kilometer rechts und  links der Anden durch den Tiefen Süden
22 Tage

Diese Reise war bis in die 1990er Jahre überhaupt nicht machbar, weil dazu schlichtweg die Straße fehlte. Ihr Bau/Ausbau war und ist bis heute ein immenser Kraftakt der Chilenen, durch sie wurden 1500 Kilometer Patagoniens erst besiedel- und besuchbar. Deswegen ist diese Reise auch das Highlight unserer Tourangebote, die grandiose und rauhe Natur war dem Zugriff des Menschen lange entzogen und große Teile davon sind heute geschützt. Die Carretera Austral (Ruta 7) erschließt den nördlichen Teil  mit seinem  naßkalten Regenwald zwischen Andenkette und Pazifik, führt im mittleren Abschnitt an beiden Inlandseisfeldern vorbei, in deren Mitte Sie auf die Ruta 40 auf argentinischer Seite wechseln, die sie nach Südpatagonien mit seiner windgepeitschten Trockensteppe und dem Nationalpark der Gletscher geleitet. Zurück in Chile besuchen Sie den Nationalpark Torres del Paine und fahren zum Abschluß auf der Ende-der-Welt Straße (Ruta 9) der Magellanstraße und Feuerland entgegen.

Transfer zum Flughafen Santiago und Flug nach Puerto Montt. Annahme des Mietwagens und Fahrt nach Puerto Varas, dem schmucken Städtchen am Lllanquihue-See oder bis Ensenada, 45 Kilometer weiter östlich malerisch am Seeufer und zwischen zwei Vulkanen gelegen. 2 Übernachtungen mit Ausblick auf den See und den Vulkan Osorno.

Fahrtstrecke 20-70 km

Wir empfehlen den Besuch des ältesten Nationalpark Chiles mit dem Vulkan Osorno, dem See Todos los Santos und den Wasserfällen des Petrohue-Flusses. Verschiedene kleinere Wanderungen sind im Park möglich. Übernachtung wie am Vortag.

Fahrtstrecke variabel

Die spektakuläre Straße Ruta 7 / Carretera Austral erschließt erst seit den 90er Jahren über 1300 Kilometer Patagoniens und beginnt in Puerto Montt. Dort kann der Fischmarkt im Stadtteil Angelmo besucht werden. Auf dem weiteren Weg folgt eine eine erste Fährfahrt über den Fjord Reloncaví. Übernachtung im Hotel oder Cabaña (Ferienhaus).

Fahrtstrecke etwa 150 km


OPTIONAL TAG 3+4: FAHRT ÜBER ARGENTINIEN

Der Tag beginnt mit einer vierstündigen Fährfahrt über den Fjord. Diese führt in den riesigen Nationalpark Pumalín, der privat gegründet und 2018 dem Staat zurück geschenkt wurde. Nach einer weiteren Fährfahrt ist der Naturpark mit seinem unberührten Regenwald erreicht. Übernachtung in Chaitén, das 2008 wegen eines Vulkanausbruchs in Teilen verwüstet wurde.

Fahrtstrecke 70 km

Verschieden Pfade erschließen die einzigartige Natur. Die Artenvielfalt dieses naßkalten Regenwalds ist in Teilen noch unerforscht. Einzelnen Exemplaren von über 2000 Jahre alte Alerce-Bäumen können Sie sich auf Armlänge nähern. Auch der Kraterrand des Vulkan Chaiten kann erklommen werden. Übernachtung wie am Vortag

Inmitten der bewaldeten Berge mit Vergletscherungen windet sich die R7 durch das Längstal. Bei La Junta kann die Etappe mit einem Abzweig nach Lago Verde verlängert und der deutsche Arzt Karl J. auf seinem Selbstversorgerhof besucht werden. Seine peruanische Frau verkauft sehr schmackhafte Mahlzeiten. Weiterfahrt und Übernachtung in Puyuhuapi, das ehemals Rossbach hieß, und von Auswanderern aus Schlesien 1935 gegründet wurde. 

Fahrstrecke 190 km, bei Besuch Lago Verdes +160

Der „Hängende Gletscher“ ist die Hauptattraktion des Naturparks. Eine mittelschwere Wanderung über die bewaldete Seitenmoräne endet beim Aussichtspunkt auf die Gletscherzunge, von der sich immer wieder Eismassen sich und in die Tiefe donnern. Auch gibt es heute verschiedene Optionen, um in natürlichem Thermalwasser zu baden. Übernachtung wie am Vortag.

Fahrstrecke variabel

Letzter Vormittag im Regenwald, nach der Paßüberquerung des Queulat ändert sich die Vegetation. Drei Flußtälern folgend schwingt sich die Straße durch Weideland, von mächtigen Bergketten flankiert. Coyhaique ist die Hauptstadt der 11. Region Chiles (Aysén), in der nur rund 100tausend Menschen leben. Übernachtung in dem gemütliches Städtchen, das Verkehrsstaus noch nicht kennt. 

Fahrtstrecke 235 km

Der erste Abschnitt auf der südlichen Carretera Austral geht durch das Naturreservat Cerro Castillo, danach das Flußtal des Río Ibañez hinauf. Deutlich zu sehen sind die Spätfolgen der verheerenden Überschwemmungen, die der Ausbruch des Vulkan Hudson im Jahr 1991 auslöste. Auf dem Weg Besichtigung der Wandmalereien (3000 Jahre alt). Danach verläuft die Straße im Tal des Río Murta, der in den zweitgrößten See Südamerikas mündet. Übernachtung in Puerto Tranquilo am Seeufer.

Fahrtstrecke 220 km

Spektakulärer Tagesausflug zum Gletscher San Rafael, der auf der westlichen Seite der Anden in den Pazifik kalbt. Die Andenüberquerung erfolgt durch das Tal Valle Exploradores, vorbei am Cerro San Valentin, dem höchsten Berg des Nördlichen Eisfeld (über viertausend Meter). Umstieg auf das Boot und Fahrt auf dem Fluß zum Fjord und weiter bis zur Laguna San Rafael. Rückfahrt auf dem gleichen Weg. Übernachtung wie am Vortag.

Fahrstrecke 180 km

Am Vormittag Bootsfahrt zu den Marmorhöhlen am Ufer des großen Sees südlich von Puerto Tranquilo. Am Nachmittag Weiterfahrt zum südlichen Ende des Sees und zur Unterkunft in Puerto Guadal. Spektakuläre Sicht über den See Richtung Westen auf das Nördliche Eisfeld mit seinen vereisten Bergriesen.

Fahrstrecke 60 km

Die Unterkunft bietet sich hervorragend an für einen Erholungstag. Es gibt aber auch verschiedene Möglichkeiten, den Tag aktiv zu gestalten: Wanderungen zu Fundstätten von Fossilen bis hin zu Bootsfahrten über den See und Helikoptertouren zum Nördlichen Eisfeld. Übernachtung wie am Vortag.

 

Südpatagonien läßt sich auf dem Landweg nur über Argentinien erreichen. Deswegen steht heute die Grenzüberquerung am Paso Roballos auf dem Programm. Auf Weg dorthin liegen der Río Baker (wasserreichster Fluß Chiles) und der Nationalpark Patagonia im Tal Chacabuco. Hunderte von Guanakos lassen sich dort fotografieren. Auf argentinischer Seite führt der Weg durch eine traumhafte Landschaft aus hügeliger Trockenpampa mit kleinen Salzsee. Übernachtung in Hipólito Yrigoyen, auch Lago Posadas genannt.

Fahrstrecke 200 km


Optional mit Anschlusstag 14 und Aufenthalt!

Die Gegend um die Seen Posadas und Pueyrredón ist die am wenigsten erschlossene und besuchte der gesamten Reise. Das macht das Erkunden besonders reizvoll, sowohl die Natur mit den Bergen (San Lorenzo) als auch die Besiedlung durch die Menschen. Höhlenmalerei kann besichtigt werden, eventuell findet sich eine Pfeilspitze oder ähnliches. Auch die neuere Vergangenheit durch den Zuzug der Siedler, die mit ihren Schafen anfangs des 20. Jahrhunderts kamen, hat faszinierende Geschichten geschrieben. Übernachtung wie am Vortag

Die andere berühmte Straße Patagoniens, die argentinische Ruta 40 wird bei Bajo Caracoles erreicht und führt asphaltiert mit kilometerlangen Geraden weiter Richtung Süden. Trockene Steppe soweit das Auge reicht. Auf den letzten 150 Kilometern kommen die Berge des Südlichen Eisfeld immer näher, um schließlich hinter dem windgepeitschten Lago Viedma ganz nah aufzuragen. Übernachtung in dem erst in den 70er Jahren entstandenen Städtchen am Fuße des Bergmassivs Fitz Roy und Cerro Torre. 

Fahrstrecke 560 km

Verschiedene Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden führen in die Bergwelt des Fitz Roy und seinen benachbarten Bergen aus Granit. Grandiose Sichten und viele Aussichtspunkte laden zum Verweilen und Fotografieren ein. Information zum Finden der richtigen Tour gibt es in der Unterkunft

 

Der Vormittag kann für eine weitere Wanderung ab Hotel genutzt werden, oder für die Fahrt zum Lago Desierto an der Grenze zu Chile (36 km schlechte Schotterpiste). Der Wanderweg an seinem östlichen Ufer bietet verschieden Ausblicke auf mehrere Gletscherzungen, die vom Südlichen Eisfeld abfließen. Am Nachmittag Fahrt zum Lago Argentino und der Stadt El Calafate, der Pforte zur argentinischen Gletscherwelt. 2 Übernachtungen.

Fahrstrecke 220 km

 

Tagesausflug zum bekanntesten Gletscher Südamerikas. Seiner 5 km breiten und bis zu 60 m hohen Front kann man sich bis auf wenige hundert Metern nähern. Sein Frontverlust beträgt mehr als 1 m pro Tag, so daß immer wieder riesige Eisstücke donnernd abbrechen und im See einschlagen. Übernachtung wie am Vortag.

Fahrstrecke 170 km

Zurück auf die Ruta 40 und nach 300 Kilometer Trockenpampa wird die chilenische Grenzstation bei Cerro Castillo erreicht. Nach weiteren 30 Kilometern kommt das Bergmassiv des Torres del Paine in Sichtweite. Dieses kann in den folgenden zwei Tagen gemütlich vom Auto aus genossen und fotografiert oder genüßlich erwandert werden. Die mittelschwere Trekkingtour führ ganz nah an die granitenen Türme heran.

2 Übernachtungen im oder in der Nähe des Parks. 

Fahrstrecke ca. 400 km

Für diesen Tag bieten sich viele Möglichkeiten an, siehe Vortag. Ein bis mehrstündige Wanderungen erschließen die grandiosen Umgebung, in der sich auch viele Tiere aufhalten : Guanako, Nandu, Kondor, Adler, Fuchs, Gürtel- und Stinktier fallen am ehesten auf. Manchmal läßt sich auch ein Puma sehen. Zusätzlich bieten verschiedene Veranstalter Aktivitäten an: Zum Beispiel die Bootsfahrten über den Grey See zum gleichnamigen Gletscher oder den Río Serrano hinunter zu weiteren Gletschern. Übernachtung wie am Vortag. Fahrtstrecke: variabel, bis zu 120 km Schotterpiste 

Der Vormittag kann noch im Park verbracht werden. Fahrt über Puerto Natales und auf der Ruta 9 zur Stadt am der Magellanstraße. Punta Arenas ist der Versorgungsmittelpunkt ganz Südpatagoniens bis hin zur Antarktis. Die Stadt wurde 1845 gegründet und mutet sehr europäisch an.

 2 Übernachtungen. 


Optional 1-2 zusätzliche Übernachtungen in Puerto Natales!

Der Zwischentag in Puerto Natales ermöglicht zum Beispiel einen Tagesausflug auf dem Fjord der letzten Hoffnung bis zu seinem Anfang. Eingangs zum Tal des Río Serrano befinden sich zwei Gletscher, einer davon wird durch die Bootsfahrt und eine Wanderung durch den Naturwald erreicht


Option 1: Ein Besuch Feuerlands ist als Tagesausflug möglich. Fahrt mit der Fähre nach Porvenir, Mittagessen und Besuch einer kleinen Kolonie von Königspinguinen. Rückfahrt über Land und die Primera Angostura. 


Option 2: Besuch der großen Pinguinkolonie auf der Insel Magdalena (Magellanstraße) am Vormittag und Nachmittag zur freien Verfügung. Fahrtstrecke: Option Feuerland: 3 h Fährfahrt plus 400 km


Optional mit Übernachtung auf Feuerland !

Feuerland bietet sich für mehr als einen Tagesausflug an, sowohl auf chilenischer als auch auf argentinischer Seite. Auf letzterer liegt die Stadt Ushuaia, am Beaglekanal. Sie wird zusammen mit dem chilenischen Puerto Williams als die am weitesten im Süden liegenden menschlichen Ansiedlungen bezeichnet.

 

Fahrt zum Flughafen. Abflug nach Santiago. Internationaler Flug oder Anschlussprogramm.